S/4HANA Auswirkungen

Wichtige Kennzahlen für die Wahl des SAP S/4HANA Migrationsansatzes - Teil 3: S/4HANA Auswirkungen

Die Kennzahl der ‚S/4HANA Auswirkungen‘ beschreibt, wie viele der im laufenden SAP ERP unterstützten Prozesse und Abläufe von einem Wechsel auf das neue SAP S/4HANA System betroffen sind und angepasst bzw. verändert werden müssen. Dabei wird die tatsächliche Nutzung von SAP Standardtransaktionen und -reports mit der aktuellen SAP Simplification List abgeglichen.

Neben den Prozentsätzen zeigt der KPI-Analyzer auch noch die absoluten Zahlen an erforderlichen Änderungen, inklusive der betroffenen Standorte (Buchungskreise) und SAP-Nutzer. So erkennt man auf einen Blick, wer alles von den Veränderungen betroffen ist und in das Migrationsprojekt einbezogen werden sollte.

Was sagt das nun über die Wahl des Migrationsansatzes aus?


Ein hoher Anteil an erforderlichen Änderungen ist erst einmal nur ein Indikator dafür, dass man mit einem größeren Analyse- und Umstellungsaufwand rechnen muss, wenn man plant, das SAP-System im Rahmen einer System Conversion (Brownfield) auf SAP S/4HANA zu heben.

Um eine Aussage über die Wahl des Migrationsansatzes treffen zu können, macht es Sinn, sich weitere Kennzahlen anzuschauen.

Bei einem hohen Standardisierungsgrad ist es naheliegend, dass auch die Anzahl der S/4HANA Auswirkungen höher sein wird als bei einer geringen Nutzung der SAP Standardtransaktionen und -reports.

Wenn jedoch zu dem hohen Anteil an S/4HANA Auswirkungen auch noch ein niedriger Standarisierungsgrad und ein hoher Anteil von häufig genutzten Eigenentwicklungen dazu kommt, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man den Aufwand für eine technische Migration wirklich investieren möchte. In diesem Fall wäre man besser beraten, einen Greenfield-Ansatz zu wählen und den Aufwand in die Neugestaltung der Prozesse und in die Datenmigration zu stecken.

Bei einem niedrigen Anteil an S/4HANA Auswirkungen, einem hohen Standardisierungsgrad und einem geringen Anteil an häufig genutzten Eigenentwicklungen sollte eine System Conversion mit einem überschaubaren Aufwand in einer vertretbaren Projektlaufzeit möglich sein.

Neben der reinen Anzahl an erforderlichen Veränderungen ist es auch wichtig, die Komplexität der Veränderungen und die Planungssicherheit für bestimmte Funktionen zu berücksichtigen. Einen ersten Überblick bekommt man durch die verschiedenen Kategorien der Veränderungen.

Wenn man im KPI-Analyzer noch eine Ebene tiefer geht, bekommt man die Aufteilung der Änderungen nach den verschiedenen Kategorien an Simplification Items:

S/4HANA Auswirkungen

Ein besonderes Augenmerk sollte man dabei auf die Kategorie ‚Non-strategic Function‘ legen. Diese SAP ERP Funktionalitäten werden von SAP nicht mehr weiterentwickelt. Sie stehen zwar unter SAP S/4HANA erst einmal weiterhin zur Verfügung, jedoch läuft das Nutzungsrecht dieser Funktionen zum 31.12.2025 aus (siehe auch FAQ Compatibility Packs bzw. SAP Note 2269324). Daher macht es Sinn, diese Veränderungen frühzeitig in seine Planung miteinzubeziehen.

Würden Sie auch gerne wissen, welchen Anteil an S/4HANA Auswirkungen Sie in Ihrem SAP-System haben?


Mit dem KPI-Analyzer von West Trax können Sie diese Kennzahlen – und viele weitere – innerhalb eines Tages ermitteln. Wenn das für Sie von Interesse wäre, kommen Sie bitte einfach auf mich zu.

Das war der letzte Teil meiner kleinen Reihe über Kennzahlen aus dem KPI-Analyzer und was man daraus für die Wahl des SAP S/4HANA Migrationsansatzes ablesen kann. Damit Sie einen vollständigen Blick über die Reihe bekommen, habe ich Ihnen die Links der beiden anderen Teile angefügt:


Standardisierungsgrad
Eigenentwicklungen